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02.06.2018:
Fahnenflattern

Heute, 11. Juni, neun Tage später als geplant, sitze ich wieder an den Tagesnotizen. Das Fahnenfiattern hat an Aktualität nicht verloren. Sie flattern noch immer am Remsstand. Nein, kein Welcome-Zeichen des Hotels, sondern eine Aktion des Oberbürgermeisters. Als Zeichen der Verbundenheit mit den Partnerstädten. Egal, was politisch los ist. Großbritanniens Union Jack, Frankreichs Tricolore, Stars and Stripes aus USA, die Farben von Ungarn und Italien. Partnerstädte sind in Schwäbisch Gmünd keine Plaketten am Eingang der Stadt. Sie spiegeln intensive zwischenmenschliche Beziehungen wider. Deshalb wehen noch mehr Flaggen als auf dem Foto sichtbar. Gmünds weißes Einhorn auf rotem Grund, Baden-Württembergs drei Stauferlöwen und das deutsche Schwarz-Rot-Gold.
Wie bleiben Beziehungen lebendig? Kunst, so der Oberbürgermeister, verbindet über alle Grenzen. Menschen, die miteinander reden, arbeiten und feiern festigen die Beziehungen. Das musikalische Band ist eng geknüpft mit Antibes Juan-les-Pins und Faenza durch die Musikschule. Gmünder Musikvereine geben Konzerte in Barnsley. Mit Faenza verbindet die Schmuckschaffenden Gmünds eine besondere Beziehung: Können und Materialien wurden in gemeinsamen Workshops zu ausgefallenem tragbaren Schmuck. Székesfehérvár hat sich mit einer besonderen Uhr im Remspark verewigt, die immer wieder zum Begegnungspunkt beim Bepflanzen durch die Ungarn wird. Mit Bethlehem hält der Partnerstadtverein den Kontakt lebendig.
Die Fühler werden noch weiter ausgestreckt. Eine umwerfend schöne Schmuckausstellung überraschte die Gmünder. Türkische Goldschmiedinnen zeigten, was sie "bewegt". Zum Beispiel Schwämme und Alltagsplastik mit Farbe, Gold und Silber bearbeitet. Oder Bilderrahmen, ein Stück davon, als Anhänger und Brosche. Das hat die Gmünder Schmuckschaffenden inspiriert. Und einen interessanten Einblick in den türkischen Alltag gegeben. Denn die Botschafterinnen waren selbstbewusste, spannende Frauen, voll warmer Herzlichkeit, mit einem eigenen Kopf, der scharf denken kann. Er hat recht, der Mann, der Gmünd "regiert": Kunst verbindet!